Förderstromschätzung aktivieren im Parameter 3-9-8-1
| Parameter | Beschreibung | Mögliche Einstellung | Werkseinstellung |
| 3-9-8-1 | Förderstromschätzung Aktivierung der Förderstromschätzung |
|
Ein |
| 3-5-2-1 | Rohrdurchmesser Saugdruckmessstelle Rohrinnendurchmesser an der Saugruckmessstelle |
0...1000 mm | Anlagenspezifisch |
| 3-5-2-2 | Rohrdurchmesser Enddruckmessstelle Rohrinnendurchmesser an der Enddruckmessstelle |
0...1000 mm | Anlagenspezifisch |
| 3-5-2-3 | Höhenunterschied Druckmessstellen Höhenunterschied zwischen Saug- und Enddruckmessstelle |
-10.. 10 m | Anlagenspezifisch |
| 3-5-2-4 | Position der Druckmessstellen Die Einstellung "pumpennah" ist zu verwenden, wenn die Druckmesswerte der Anlage auf die Pumpe übertragen werden können. |
|
Pumpennah |
Hinweis: Beim PumpDrive Eco wird die Flowmanager App oder das ServiceTool für die Parametrierung benötigt.
Die Kennlinie muss dazu eingepflegt sein.
Bei allen Pumpen, die als Package mit einem PumpDrive 2 geliefert wurden, sind die Kennlinien schon vorparametriert.
Der Parametersatz kann auch nachträglich zur Verfügung gestellt werden, wenn es sich um KSB Pumpen handelt.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Förderstromschätzung
7.8.3 Förderstromschätzung
Die Förderstrom- und Förderhöhenschätzung basiert sowohl auf den Kennlinien der Pumpe als auch auf den vom Frequenzumrichter ermittelten Betriebsdaten Wellenleistung und Drehzahl. Die Förderstromschätzung wird über Parameter
"Förderstromschätzung" (3-9-8-1) aktiviert. Die Kennlinien werden gemäß (- Kapitel 7.8.1, Seite 93) eingegeben. Stehen keine pumpennahen Drucksensoren zur Genauigkeitssteigerung der Förderstromschätzung zur Verfügung, so ist eine monoton steigende Leistungskennlinie erforderlich.
Genauigkeitssteigerung mit pumpennahen Drucksensoren
Signale pumpennaher Drucksensoren können zur Genauigkeitssteigerung der Förderstrom- und der Förderhöhenberechnung genutzt werden. Dies sollte jedoch nur dann erfolgen, wenn die Druckverluste zwischen dem Pumpenstutzen und der Druckmessstelle sowohl saugseitig als auch druckseitig vernachlässigbar klein sind (<1 % des Sensor-Messbereichs). Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, so muss der Parameter "Position der Druckmessstellen" (3-5-2-4) auf den Wert „pumpenfern" gesetzt werden, um so den Einfluss der Drucksignale auf die Förderstromschätzung zu deaktivieren. Andernfalls gilt die Voreinstellung „pumpennah" mit eingeschalteter Genauigkeitssteigerung. Die Druckmessstellen müssen über Parameter beschrieben werden (siehe Tabelle: Parameter Förderstromschätzung).
Drücke, die über Analogeingänge mit der Funktion „Saugdruck intern", „Enddruck intern" oder „Differenzdruck intern" erfasst werden, dienen ausschließlich zur Genauigkeitssteigerung der Förderstrom- und Förderhöhenschätzung. Sie gelten unabhängig von Parameter "Position der Druckmessstellen" (3-5-2-4) immer als .pumpennahe" Sensoren.
Für Mehrpumpensysteme, bei denen die Druckmessung nur in den Sammelrohrleitungen (ugs. Sammlern) erfolgt, müssen zusätzlich folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Alle Pumpen sind baugleich.
-
Saug- und Druckstutzen der Pumpen haben den gleichen Durchmesser
(Inlinepumpen). -
Saugseitge und druckseitige Sammelrohrleitung haben den gleichen
Durchmesser. -
Der Gesamtförderstrom teilt sich weitgehend zu gleichen Teilen auf die
einzelnen Pumpen auf.
Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, so dürfen die Drucksignale nicht zur Genauigkeitssteigerung der Förderstrom- und Förderhöhenberechnung herangezogen werden. Der Parameter "Position der Druckmessstellen" (3-5-2-4) muss auf den Wert "pumpenfern" gesetzt werden.
Förderstromschätzung verbessern
Beim Mehrpumpenbetrieb im PumpDrive 2 sollte die Lernkurve gefahren werden. Dazu muss der PumpDrive 2 in Auto stehen und die Freigabe darf nicht gesetzt sein.
Ist die Funktion Lernkurve starten nicht sichtbar bitte die Parameter im Servicetool neu laden oder mit der ESC Taste kurz das Menü verlassen und wieder einwählen.
Mit der Lernkurve erreicht man eine höhere Genauigkeit der Q-P Messung.
Damit wird der Einsprungspunkt in die Q-P Kennlinie festgelegt und die Toleranzen der Fertigung korrigiert.
Wird zum Beispiel die Leistung bei Nullförderhöhe mit 2,2kW laut Kennlinie dokumentiert und laut Lernkurve nur 2kW ermittelt werden, so wird die Q-P Kennlinie nach unten korrigiert.
Wird die Trockenlauf- und Blockadefunktion nicht genutzt, so kann diese deaktiviert werden, indem die Parameter 3-9-6-1 und 3-9-6-2 auf 0 gesetzt werden.
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